Kronacher Kunstverein e. V.
"Wo Wilhelm Busch auf Jazz trifft" | 10. Februar 2023 | 19 Uhr
Ein Abend mit Charly Heppt, Helena und Viktor Neuwert:
Als "Trio" werden Charly Heppt, der Saxophonist Viktor Neuwert und die Pianistin Helena Neuwert
mit ihrem Improvisationsvermögen die Literatur einfangen und Jazziges zum Besten geben.
Lúcia de Figueiredo | 15. Januar – 19. Februar 2023
Die Sonne im Blick: Licht spielt in den Arbeiten der Künstlerin Lúcia de Figueiredo
eine besondere Rolle. Gezeigt werden Portraits von Menschen, Bäumen und Dingen.
LITERARISCHE MATINÉE | 19. Februar 2023 | 11 Uhr
Autorenlesung
Daniel Leistner:
„Der Pottensteiner Teufelspakt. Ein fränkischer Mittsommernachtstraum. Ein Märchen.“

 
Kunst-Event: "Wo Wilhelm Busch auf Jazz trifft"

Ein Abend mit Charly Heppt, Helena Neuwert (E-Piano) und Viktor Neuwert (Saxophon)

10. Februar 2023 | 19 Uhr



Als "Trio" werden Charly Heppt, der Saxophonist Viktor Neuwert und die Pianistin Helena Neuwert mit ihrem Improvisationsvermögen die Literatur einfangen und Jazziges zum Besten geben.
Galerie Kronacher Kunstverein | Siechenangerstr. 13 | Kronach
Der Eintritt ist frei.


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DANKESCHÖN

an die



Der Kronacher Kunstverein wird gefördert durch die Oberfranken Stiftung.
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Unter dem Titel „Reihungen“ zeigt der Kronacher Kunstverein einen Querschnitt aus dem Schaffen der Malerin Lúcia de Figueiredo.





Die Sonne im Blick: Licht spielt in den Arbeiten der Künstlerin Lúcia de Figueiredo eine besondere Rolle. Davon können sich die Besucher der Ausstellung überzeugen. Gezeigt werden Portraits von Menschen, Bäumen und Dingen.



Es ist dieses ganz bestimmte Licht, das es eigentlich nur im Sommer gibt. Wenn Sonnenstrahlen durch die Blätter der Laubbäume fallen und der spielerische Tanz von Licht und Schatten einsetzt. Wenn sie das satte Grün oder die Farbenpracht von Blumen zum Leuchten bringen. Wenn nahezu alles - von der Palme bis zum Abflussrohr - irgendwie schön aussieht, einfach, weil es von der Sonne beschienen wird. Die Künstlerin Lúcia de Figueiredo ist in Brasilien aufgewachsen, einem Land, das gemeinhin für Sonne, Strände und tänzerische Leichtigkeit steht. Seit den 1980er Jahren lebt sie in Deutschland; seit 2017 - gemeinsam mit ihrem Mann, dem Künstler Michael Huth - in Kronach. Seither fängt sie die von ihr so geliebten Sonnenmomente in ihren Bildern ein. „Meine Bilder, in denen ich meine Eindrücke üppiger Natur und Sonnenlicht festhalte, sind für mich wie eine Batterie, mit der ich mich an den Tagen, an denen es ungemütlich und düster ist, aufladen kann“, sagt sie. „Irgendwann habe ich für mich entdeckt, dass ich damit den Sommer in mein Haus holen kann - auch wenn es draussen Herbst oder Winter ist.“



Lúcia de Figueiredo wurde 1956 in Blumenau (Brasilien) geboren. Geprägt durch ihr kosmopolitisches und kunstaffines Elternhaus hat sie schon als Kind und junge Heranwachsende Museen und Ausstellungen nicht nur in ihrem südamerikanischen Heimatland, sondern auch in Europa besucht. Der Spross einer deutsch-brasilianischen Auswandererfamilie wuchs für einige Jahre in Deutschland und Österreich auf; später kehrte die Familie nach Brasilien zurück. Nach dem Studium der Visuellen Kommunikation in São Paulo ging sie nach Deutschland und studierte Freie Kunst mit Schwerpunkt Lithografie bei Professor Christian Kruck an der renommierten Frankfurter Städelschule. „Meine Leidenschaft gehörte schon früh der Druckgrafik. Eine Grundfertigkeit hierfür ist die Zeichnung - aber auch die Malerei und der Umgang mit Farbe, Raum und Flächen.“

Lúcia de Figueiredo ist freischaffend tätig. Inspirieren lässt sich die Künstlerin bei Rundgängen durch die Natur - vorzugsweise durch ihren eigenen Garten. „Bäume faszinieren mich besonders. Diese Lebendigkeit und die verschiedenen Facetten von Grün, die sich je nach Lichteinfall und auch Jahreszeit ergeben. Bäume sind ebenso individuell wie Menschen und bestechen durch einen eigenen Charakter.“



De Figueiredo malt gegenständlich: Pflanzen, aber auch Menschen und Dinge. Sie verabschiedet sich dabei vom Narrativ, von einer Erzählung durch eine besondere Bildkomposition. Sie malt, was sie sieht, was sie selbst als anziehend empfindet. „Manchmal sehe ich etwas, wenn ich durch das Haus oder durch mein Atelier laufe - das kann eine Kiste mit Werkzeug oder eine Teekanne sein. Aber meistens entdecke ich in der freien Natur Dinge, die ich malen möchte.“



Die Wahl des spannendsten Ausschnitts, das Fragmentarische, die durch Farbe gesteuerte Lichtregie - all das trägt zum intensiv atmosphärischen Charakter ihrer Bilder bei. Ihre Motive sind sehr persönliche, subjektive Momentaufnahmen. Ihre Menschenportraits bringen dies auf den Punkt. Hier konzentriert sie sich einzig auf das Gesicht. Die Menschen in ihren Close-Ups - oft Freunde, Bekannte, Künstlerkollegen aber auch Fremde - blicken dem Betrachter entgegen. Es sei ihr wichtig, eine Beziehung zum Portraitierten aufzunehmen, das Wesentliche zu erkennen und herauszuarbeiten. Das Wesen, das Sein des Portraitierten in einem ganz bestimmten Augenblick festzuhalten, gelingt ihr hier ebenso meisterlich wie in ihren Darstellungen von Pflanzen. Mit jedem Portrait schafft sie ein lebendiges Abbild mit enormer Aussagekraft. Mehr als 300 hat sie davon in ihrem Archiv - immer im gleichen Format. Es ist eine Art gemaltes Fotoalbum. Erinnerungen an Menschen. So entstand über die Jahrzehnte eine Serie von Darstellungen, von Portraits, von Begegnungen, von speziellen Situationen und Eindrücken. Ebenso bei ihren Darstellungen von Bäumen. Immer wieder malt sie den gleichen Baum in unterschiedlichen Lichtverhältnissen, in unterschiedlichen Jahreszeiten. So entstehen thematische Reihungen, die - obwohl zunächst von der Künstlerin gar nicht beabsichtigt - in der Gesamtheit dann doch wieder eine Geschichte erzählen. Welche Geschichte das ist, das überlässt sie gerne dem Betrachter. „Meine Bilder sind eine Einladung, ein Angebot hinzusehen und den Eindruck wirken zu lassen.“



Lúcia de Figueiredo arbeitet mit Ölfarben und ohne Malmittel. Typisch für ihre Malerei ist der schnelle Strich, das Herausmodellieren des Dargestellten mit breitem Pinsel, das Spiel mit Licht und Schatten sowie die ganz besondere Harmonie und Kraft der gewählten Farben. Über die Jahre sei sie in ihrem Werk genauer geworden, aber auch weniger streng und weniger an die äußere Form gebunden. Ihrem Stil sei sie aber grundsätzlich immer treu geblieben, sagt sie. Ihre Werkstatt ist das Atelier in der ehemaligen Klosterturnhalle, in dem sie gemeinsam mit ihrem Mann arbeitet, am liebsten aber die Natur. „Ich arbeite bevorzugt mit natürlichem Tageslicht, deshalb beschäftige ich mich im Winter vor allem mit Druckgrafik und im Sommer eher mit Malerei.“



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