2026 Jun bis Okt
14.06. - 19.07.2026
STEPHAN AMM
FOTOGRAFIE
„Waldrausch - Stille Welten“
VERNISSAGE: SONNTAG, 14.06.2026, 17:00 UHR
Musikalische Umrahmung: Hilmar Bauerfeind und Toni Zimmermann
FÜHRUNG: DONNERSTAG, 25.06.2026, 18:00 UHR
VORTRAGSVERANSTALTUNG: MITTWOCH, 15.07.2026, 19:00 UHR
Der Kronacher Fotograf Stephan Amm führt durch seine aktuelle Ausstellung im Kronacher Kunstverein. Dabei gibt er Einblicke in die faszinierende Welt der Naturfotografie und in seine Arbeit.
In seiner Ausstellung lädt Stephan Amm ein zu einer visuellen Reise in den Frankenwald. Dabei lenkt er den Blick auf das Ökosystem Wald und die Vielfalt dieses Lebensraums. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Fotograf hält mit seiner Kamera nicht nur die Schönheit von Flora und Fauna fest, sondern schenkt dem Betrachter zudem seltene Momentaufnahmen meist verborgener Schätze des Waldlebens.

Die Stille Schönheit des Frankenwalds
In seiner Ausstellung im Kronacher Kunstverein lädt der Fotograf Stephan Amm zu einer visuellen Reise in das Herz der heimischen Natur ein.
Die Fotografien von Stephan Amm erzählen von einer Landschaft, die dem aufmerksamen Betrachter ihre Geheimnisse offenbart. Mit sicherem Blick für die Schönheit urwüchsiger Wälder, filigraner Pflanzenstrukturen und eindrucksvoller Lichtstimmungen entstehen Bilder, die durch Ruhe und Intensität faszinieren. Der Kronacher Fotograf widmet sich seit vielen Jahren den Naturräumen Oberfrankens und insbesondere dem Frankenwald, dessen Vielfalt und Wandel er mit seiner Kamera dokumentiert. Die Ausstellung im Kronacher Kunstverein versammelt eindrucksvolle Naturaufnahmen, die ästhetisch berühren und die unverstellte Schönheit einer einzigartigen Landschaft einfangen.
Der Fokus der Schau liegt auf dem Ökosystem Wald – einem Ort, der gleichermaßen Beständigkeit und stetigen Wandel erkörpert. In überwiegend großformatigen Aufnahmen präsentiert Stephan Amm die Vielfalt dieses Lebensraums: von weiten, atmosphärischen Landschaftspanoramen über charakterstarke Tierporträts bis hin zu den oft übersehenen, fragilen Details am Waldboden. Die Wahl des großen Formats ist dabei bewusst gesetzt: Sie lässt den Betrachter förmlich in die Szenerie eintauchen und macht die Stille, die Texturen der Rinden und das Spiel des Lichts geradezu physisch greifbar. Seine Arbeiten sind keine bloßen Dokumentationen, sondern stimmungsvolle Interpretationen, die das Verborgene sichtbar machen.

Stephan Amm, 1972 im oberfränkischen Kronach geboren, wurde die Naturverbundenheit in die Wiege gelegt. Schon früh begleiteten ihn die Leica seines Vaters und die Begeisterung für die fränkische Fauna und Flora auf sonntäglichen Wanderungen. Während der Studienzeit vertiefte er sein technisches Handwerk im eigenen Schwarzweiß-Labor. Trotz der Faszination für das urbane Leben zog es ihn zurück in seine ländliche Heimat, wo er in der Natur den idealen Ausgleich zu seinem Beruf als Apotheker fand. Was als Leidenschaft begann, erkannte er bald als seine wahre Berufung. Seit dem Schritt in die Selbstständigkeit als Fotograf im Jahr 2014 hat er sich international einen Namen gemacht. Seine Werke werden weltweit in Fachmagazinen, Büchern und Kalendern publiziert und bei renommierten Wettbewerben prämiert. Ein bedeutender Meilenstein war der Gewinn des Fritz-Pölking- Preises 2019, einer der wichtigsten Auszeichnungen für Naturfotografie in Europa. Seit 2024 verbindet er seine beiden Welten auf neue Weise und führt neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch eine Apotheke in Selbstständigkeit.







Impressionen der Ausstellungseröffnung










KUNSTANTIQUARIAT UND KUNSTFLOHMARKT
KUNST, BÜCHER UND MEHR
SAMSTAG | 18.07.2026 | 10 bis 14 Uhr
Der Kronacher Kunstverein lädt zu seinem beliebten Kunstflohmarkt ein. Schnäppchenjäger können hier um Bilder, Grafiken, Skulpturen, Glasobjekte, Bücher und vieles mehr feilschen. Der Erlös kommt dem künstlerischen Nachwuchs zugute.
Ort: Kunst-Antiquariat des Kronacher Kunstvereins in der Siechenangerstraße 12 (direkt gegenüber dem Kreiskulturraum).
400.000 BESUCHER AUF UNSERER HOMEPAGE
Am 21.07.2026 konnten wir den 400.000sten Besucher begrüßen.
Vielen Dank für das Interesse.
Willi Karl zum "Botschafter der Eigeninitiative“ ernannt

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Regional-Marketing-Initiative wurde die Auszeichnung „Botschafter der Eigeninitiative“ verliehen. Der Ehrenvorsitzende von Kronach Creativ, Rainer Kober (Mitte) sowie der Vorsitzende Sven Petzke (rechts), haben damit das große Engagement des geschäftsführenden Vorstands des Kronacher Kunstvereins, Willi Karl (links), gewürdigt.
Dieser habe den Kronacher Kunstverein nicht nur vor 45 Jahren mit aus der Taufe gehoben, sondern habe den Verein seither kontinuierlich in verantwortlicher Position wechselnd als Schatzmeister, Vorsitzender sowie größtenteils als Geschäftsführer mit sicherer Hand geleitet, so hieß es in der Begründung. In dieser Zeit habe er den Kunstverein und das kulturelle Leben in der Region entscheidend geprägt. Mit seinem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement habe Willi Karl wesentlich dazu beigetragen die „weichen Standortfaktoren“ des Lebens- und Wirtschaftsraumes Kronach zu stärken.

Fotos: Kerstin Sperschneider
Laudatio der Vorsitzenden des Kronacher Kunstvereins, Sabine Raithel, anlässlich der Verleihung der Auszeichnung „Botschafter der Eigeninitiative“ an Willi Karl
>>>Laudatio

Willi und Traudl Karl
Foto: Sabine Raithel
ACHTSAME KUNSTBETRACHTUNG - EINEN MOMENT STILLE
DONNERSTAG | 10.09.2026 | 19:00 UHR
ENTSPANNUNG, MEDITATION IM SITZEN UND GEHEN
LEITUNG: SABINE RAITHEL
DAUER: 60 MINUTEN
ORT: GALERIE DES KRONACHER KUNSTVEREINS
Bei dieser Art der Kunstrezeption geht es um die intuitive Wahrnehmung der Kunst und um Perspektivwechsel. Die geführte Kunstbetrachtung ist eingebettet in meditative Entspannungsübungen im Sitzen und den Austausch mit den Teilnehmern. Die Veranstaltung wird von Sabine Raithel angeleitet. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Autorenlesung mit Karin Ellmer für Kinder und Erwachsene
Sonntag | 13. September 2026 | 11 Uhr
Durch eine kurzfristige Änderung des Programms gibt es eine Buchpremiere mit der Coburger Autorin Karin Ellmer. Sie stellt ihr neuestes Werk „Nadira“ vor. Es geht um eine Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen fesselt.
Nadira wird eines schönen Sommertages beim Pflücken ihrer Lieblingshimbeeren im Wald von einem Unwetter überrascht. Dabei gerät sie in die Gefangenschaft eines Ungeheuers, das keine Menschen mag. Wird Nadira entkommen können? Eine kleine Maus ist der Schlüssel. Und welche Rolle spielen die großen Vögel des Himmels? Was rät Frau Eule? Das erfahren die Besucherinnen und Besucher der Literarischen Matinee.
„Nadira ist ein Märchen und eine Reise zu sich selbst – eine Geschichte, die berührt, die Hoffnung gibt und Zuversicht ins Leben bingt. Sie fördert das Vertrauen in unsere eigene Stärke und lässt uns mutig werden", so die Coburger Autorin. Herzerfrischend geschrieben, wird die Geschichte mit liebevollen Aquarellen dezent illustriert, sodass genug Platz für eigene Bilder im Kopf bleibt. Ihr neuestes Werk richtet sich an Kinder – aber nicht nur: „Ich bin mir sicher, dass sich auch Erwachsene dem Reiz von Nadira nicht entziehen können."
Über sich und ihre Arbeit sagt die Coburger Autorin: „Das Spiel mit Worten finde ich ebenso spannend wie das Kartenspiel. Ich fotografiere, zeichne, male, stricke, schneidere, lese, wandere, radle, gehe Gassi, liebe Lyrik und mag die Natur, mag Kino und Theater. Mein Motor ist die Neugierde. Mein Motto: Das Leben ist ein großes Geschenk – packen wir es aus."
Im Anschluss an die Lesung werden die Bilder präsentiert und prämiert, die die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen Kinder-Mal-Workshops unter Leitung von Gudrun Wirsieg im Kronacher Kunstverein angefertigt haben.
Die Lesung mit Dr. Kerstin Sperschneider wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
SENIORINNEN- UND SENIOREN-CAFÉ
KAFFEE, KUCHEN, KUNST
SONNTAG, 13.09.2026 | 15 Uhr
Neben Kaffee und Kuchen besteht die Möglichkeit, die laufende Ausstellung mit den Arbeiten von Klaus Leibing und Hans. G. Schellenberger zu betrachten.
KLAUS LEIBING | HANS G. SCHELLENBERGER
„Werden – Bleiben – Vergehen“
Fotografie, Malerei
26. Juli – 13. September 2026
Ausstellungseröffnung: Sonntag | 26. Juli 2026 | 17 Uhr
Begrüßung: Sabine Raithel
Einführung: Stefanie Barbara Schreiner, Grafikmuseum Stiftung Schreiner, Bad Steben
Musik: Hilmar Bauerfeind, Klavier
Führung: Sonntag | 13. September 2026 | 15 Uhr
In seiner Sommerausstellung erinnert der Kronacher Kunstverein an zwei Künstler, die die Kunst- und Kulturszene in ihrer Heimatregion Oberfranken aber auch weit darüber hinaus auf besondere Weise geprägt haben: den Rödentaler Fotografen Klaus Leibing (1943 – 1999) und den Steinwiesener Maler, Grafiker und Illustrator Hans G. Schellenberger (1946 – 2007).
Klaus Leibing verband beruflich als angesehener Fotograf der Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie in seiner Freizeit die leidenschaftliche Hingabe, den erfahrenen Blick und das große technische Können im Bereich fotografischer Dokumentation mit dem ausgeprägten künstlerischen Gespür für Licht und Komposition.

Hans G. Schellenberger hat als Maler, Grafiker und Illustrator von Kinderbüchern Renommee erlangt. Wie der Fotograf Leibing, so bewahrt auch Schellenberger als behutsamer Chronist die Natur mit bestechend präzisem Abbild vor dem endgültigen Vergehen. Dabei schafft er oszillierend zwischen Naturalismus und Abstraktion eine ganz eigene, faszinierende Ästhetik. Detailscharf, in harmonischen Farbwelten, mit kontrastreicher Tiefe und feinstem Pinselstrich hält er fest, was er sieht und erschafft dabei eine eigene Wirklichkeit.

Sie waren Freunde, Künstlerkollegen und haben bereits zu Lebzeiten gemeinsame Ausstellungen kreiert. In seiner Sommerausstellung erinnert der Kronacher Kunstverein an zwei Künstler, die die Kulturlandschaft in ihrer Heimatregion Oberfranken aber auch weit darüber hinaus auf ihre besondere Weise geprägt haben: den Rödentaler Fotografen Klaus Leibing (1943 - 1999)und den Steinwiesener Maler, Grafiker und Illustrator Hans G. Schellenberger (1946 - 2007).
Typisch für das fotografische Schaffen von Klaus Leibing ist der präzise Blick für Architektur, Landschaft und Menschen. Leibing verband beruflich als angesehener Fotograf der Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie in seiner Freizeit die leidenschaftliche Hingabe, den erfahrenen Blick und das große technische Können im Bereich fotografischer Dokumentation mit dem ausgeprägten künstlerischen Gespür für Licht und Komposition. Seine Landschaftsfotografie, die er bevorzugt in Schwarz-Weiß gestaltete, besticht noch heute durch eine eigene, zeitlos moderne Bildsprache und eine geradezu grafische Anmutung.
Hans G. Schellenberger hat als Maler, Grafiker und Illustrator von Kinderbüchern Renommee erlangt. In seinem malerischen Werk konserviert er Momente des Seins. Wie der Fotograf Leibing, so bewahrt auch Schellenberger als behutsamer Chronist die Natur mit bestechend präzisem Abbild vor dem endgültigen Vergehen. Dabei lenkt der Künstler den Blick des Betrachters mit großer Sensibilität auch auf unscheinbare Details. So entdeckt Schellenberger beispielsweise ein Stück Waldboden, vertieft sich in seine Anmutung und ergründet chaotische Strukturen. Dabei entwickelt er eine ganz eigene, faszinierende Ästhetik. Detailscharf, in harmonischen Farbwelten, mit kontrastreicher Tiefe und feinstem Pinselstrich hält er nahezu fotorealistisch fest, was er sieht und erschafft dabei eine eigene Wirklichkeit.
Die Ausstellung im Kronacher Kunstverein ist ein Dialog zweier Künstler, die mit ihren Mitteln den Betrachter den achtsamen Blick auf die bewahrenswerte Schönheit und Einzigartigkeit der Natur lehren.


Ausstellungseröffnung: Sonntag | 26. Juli 2026 | 17 Uhr


Begrüßung: Sabine Raithel
Grußworte: Marius Bittner, stv. Landrat
Markus Oesterlein, stv. Bürgermeister

Einführung: Stefanie Barbara Schreiner, Grafikmuseum Stiftung Schreiner, Bad Steben
Musik: Hilmar Bauerfeind, Klavier
Impressionen der Ausstellungseröffnung
HUBERT SOWA
„Kronach Corpus“
Säge und Fluss im Werk Lucas Cranachs d.Ä. und ihre Bedeutung heute.
Ein Dialog in Bildern.
20. September bis 25. Oktober 2026
Eröffnung | Sonntag | 20. September 2026 | 11 Uhr
Begrüßung: Sabine Raithel, KKV
Künstlertalk: Sabine Raithel im Gespräch mit Hubert Sowa
Musik: Hubert Sowa, Klavier und Gesang
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Donnerstag | 22. Oktober 2026 | 19 Uhr
Wir laden zu einem spannenden Vortrag von Dr. Reinhard Heinritz zum Thema „Cranach trifft Gegenwart. Wieviel Humanismus brauchen wir heute?“ ein.
Im Anschuss erwartet Sie eine anregende Diskussionsrunde u.a. mit Dr. Hubert Sowa, Kunstphilosoph und Künstler, Dr. Christian Lange, Theologe und Kommunalpolitiker und Dr. Reinhard Heinritz, Literaturwissenschaftler. Es moderiert Alexander Süß, Museologe und Cranach-Experte.
Zum Inhalt der Ausstellung
Es ist eine außergewöhnliche Ausstellung, die aktuell im Kronacher Kunstverein zu sehen ist. Eine Ausstellung mit philosophischem Tiefgang - geschaffen von einem Künstler, der auch Philosoph, Denker und Forschender ist. Der Titel der Werkschau „Kronach Corpus“ führt den Betrachter zurück zu Lucas Cranach dem Älteren, der 1472 in Kronach geboren wurde.
Cranach lebte in einer Epoche des Umbruchs. Die alte Ordnung wurde erschüttert. Der Buchdruck beschleunigte die Verbreitung von Wissen. Wissen bzw. Wissenschaft schaffen bis heute Fachgebiete und Untergebiete, Kategorien und Unterkategorien. Das ist notwendig. Ohne Unterscheidung gibt es keine Erkenntnis. Doch das Trennen, Unterscheiden, Analysieren und Klassifizieren hat nach Ansicht des Bamberger Künstlers und Kunstphilosophen Hubert Sowa auch seinen Preis: „Diese Zerlegung hat uns ungeheure Erkenntnisse ermöglicht. Doch je genauer wir die Teile sehen, desto leichter verlieren wir das Ganze aus dem Blick.“ Sowa geht sogar noch weiter und sieht den Menschen im Spannungsfeld zwischen Zerstörung und paradiesischer Fülle, Krieg und Frieden, Hilflosigkeit und Hoffnung. Diese Ambivalenz zwischen dem Zerteilen und dem großen Ganzen führt der Bamberger Künstler dem Besucher der Ausstellung in geradezu überwältigender Form mit seinem „Kronach Corpus“ vor Augen.
Dabei bezieht er sich zum einen auf das Werk „Das Martyrium des Hl. Simon", auch bekannt unter dem Titel „Die Säge“, einem um 1507 entstandenen Holzschnitt, der heute in der Bibliothèque nationale de France in Paris zu sehen ist, sowie auf „Das Goldene Zeitalter", eine um 1530 geschaffene Version eines beliebten Cranach-Motivs rund um den himmlischen Fluss, die sich im Nationalmuseum in Oslo befindet. Sowa spannt damit einen Bogen zwischen grausamer Säge und heilsamem Fluss – und spürt zugleich der Bedeutung von Cranachs Werk für die Welt von heute nach.
Hubert Sowa hat die Ausstellung für diesen Dialog in zwei Bereiche unterteilt: Im ersten, der sich auf den historischen Holzschnitt bezieht, begegnen dem Betrachter rund 1.800 Zeichnungen und Abbildungen. Ein Bilderwissen, über viele Jahre gesammelt, feinsinnig, manchmal doppeldeutig und mit hintersinnigem Humor in Schrift und Bild und beinahe enzyklopädisch geordnet. Es spiegelt die ganze Bandbreite menschlicher Vorstellungskraft.
Lucas Cranachs „Goldenes Zeitalter“, um 1530 entstanden, öffnet den Blick auf eine andere Möglichkeit des menschlichen Daseins. Das Bild eröffnet den zweiten Teil der Kronacher Werkschau. Hubert Sowas neue Flussbilder - mit großem handwerklichen Können in Öl auf Holz gemalt - füllen den Raum. Sie greifen das zentrale Motiv Cranachs vom Goldenen Zeitalter auf: den Paradiesfluss, der dem Betrachter aus dem Schoß der Erde entgegenströmt. Wasser als Ursprung allen Lebens, als Element des Genusses und der Gemeinschaft. Im Eintauchen in den Fluss begegnen sich himmlisches Licht und irdischer Grund.
Im dritten Teil der Ausstellung findet sich das Kernwerk des „Kronach Corpus“. Das Wissen ist in Buchform sortiert und geordnet. Zwischen den Bänden liegen Plexiglasscheiben mit eingebohrten Sternbildern: Gestapelt formt das Corpus einen kristallinen, vom Licht der Erkenntnis durchdrungenen Turm. Zugleich bleibt der darin verschlossene Bilderkosmos dem Blick entzogen. Das „Kronach Corpus“ von Hubert Sowa ist Körper, Sammlung und Wissensspeicher zugleich. Es bewahrt die Teile – und macht den Verlust des Ganzen spürbar. Es zeigt den Reichtum menschlicher Vorstellungskraft und zugleich die Ohnmacht gegenüber ihrer Fülle.
„Es ist Zeit, sich von der Säge abzuwenden und den Fluss endlich wieder zu genießen", so Hubert Sowa. Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen Perspektivwechsel selbst zu erleben: von der schonungslosen Analyse zur befreienden Anschauung. Sie gewährt einen seltenen Einblick in das jahrzehntelang gewachsene, bislang unveröffentlichte Werk des bemerkenswerten Künstlers Hubert Sowa – und lädt dazu ein, Cranachs humanistisches Erbe neu zu entdecken.
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In der Werkschau zeigt Hubert Sowa erstmals die Handschriften seines „Kronach Corpus“ sowie neue Gemälde vom Paradiesfluss.

Hubert Sowa wurde 1954 in Bamberg geboren. Ab 1973 studierte er unter anderem an derBraunschweiger Hochschule für ildende Kunst und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Sein künstlerisches und wissenschaftliches Schaffen bewegt sich zwischen Zeichnung, Malerei,Performance, Kunstphilosophie und praktischer Kunstlehre. 1986 führte er im Kunstverein Kronach die Malperformance „Das Jüngste Gericht“ auf. Damals fand seine künstlerische Praxis vor allem im Rahmen des Gruppenprojekts „Institut für Untersuchungen von Grenzzuständen ästhetischer Systeme (INFuG)“ statt. In den 1990er Jahren entstand das „Kronach Corpus“, das dem großen Kronacher Künstler und Humanisten Lucas Cranach gewidmet ist.



Grußwort von Markus Oesterlein, 3. Bürgermeister Stadt Kronach



















Führung durch die Ausstellung
HUBERT SOWA | „Kronach Corpus“
Montag | 5. Oktober 2026 | 18 Uhr
Der Bamberger Künstler und Kunstphilosoph, Prof. Dr. Hubert Sowa führte persönlich durch seine Ausstellung „Kronach Corpus“ im Kronacher Kunstverein.




22. Oktober 2026 | 19 Uhr
Vortrag Dr. Reinhard Heinritz: „Welche Bedeutung hat der Humanismus für uns heute?“.
Anschliessend Podiumsdiskussion mit Professor Dr. Hubert Sowa, Künstler, Dr. Reinhard Heinritz, Literaturwissenschaftler, Dr. Christian Lange, Kirchenhistoriker und Religionswissenschaftler und Alexander Süß, Museologe.
Die Diskussionsrunde zum Thema „Cranach und der Humanismus. Die Bedeutung einer humanistischen Geisteshaltung damals und heute“ findet am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, um 19 Uhr, im Kronacher Kunstverein, Siechenangerstraße 13 statt. Die Veranstaltung ist Teil der Initiative „Lange Nacht der Demokratie“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Der Eintritt ist frei.