2026 März bis Mai
KUNSTANTIQUARIAT UND KUNSTFLOHMARKT
KUNST, BÜCHER UND MEHR
SAMSTAG | 21.03.2026 | 10 bis 14 UHR
Ein Dorado für Kunstliebhaber und Schnäppchenjäger
Der Kronacher Kunstverein lädt zu seinem beliebten Kunstflohmarkt ein. Schnäppchenjäger können hier um Bilder, Grafiken, Skulpturen, Glasobjekte, Bücher und vieles mehr feilschen. Der Erlös kommt dem künstlerischen Nachwuchs zugute.
Ort: Kunst-Antiquariat des Kronacher Kunstvereins in der Siechenangerstraße 12 (direkt gegenüber dem Kreiskulturraum).
Er hat schon Tradition: der Kunstflohmarkt des Kronacher Kunstvereins. Kunstfreunde haben die Gelegenheit, Kunstgegenständezum Schnäppchenpreis zu erwerben. Dabei präsentiert der Kronacher Kunstverein ein vielfältiges Angebot: Es gibt Zeichnungen, Aquarelle, Grafiken, Acryl- und Ölgemälde sowie Fine-Art-Prints,
Kleinplastiken, Porzellan- und Glasobjekte, CDs, DVDs, Kunstbücher, Rahmen und vieles mehr.
Unter den Bildern und Grafiken finden sich hochwertige Raritäten, Originale namhafter regionaler
aber auch national erfolgreicher Künstler. Dabei u.a. Arbeiten von Otmar Alt, Hans Schellenberger oder Horst Böhm.
„Bei unserem Flohmarkt können Kunstkenner die ein oder andere ‚Perle’ entdecken“, so der Geschäftsführer des Kronacher Kunstvereins, Willi Karl. „Hier kann man tatsächlich noch Raritäten und Besonderheiten aus unterschiedlichen künstlerischen Epochen und den verschiedensten Kunstgenres finden. Es ist für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas dabei. Bei lockerer Flohmarkt-Atmosphäre können Interessierte in aller Ruhe die zahlreichen Exponate betrachten und um den besten Preis feilschen.“
Bereits in den vergangenen Jahren hat der Kronacher Kunstverein zu Flohmärkten eingeladen. Mit großem Erfolg. „Unsere Mitglieder steuern Kunst in weiten Teilen aus den eigenen Privatbeständen sowie aus Schenkungen bei. Schnäppchenjäger können sich auf entsprechend vielfältige und
hochwertige Exponate freuen“, so Willi Karl.
Der Erlös aus dem Kunstflohmarkt kommt wiederum der Förderung des künstlerischen Nachwuchses im Kronacher Kunstverein zugute. Der Verein organisiert regelmässig Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. „Wer bei unserem Flohmarkt etwas Schönes kauft, der tut etwas für den
nachhaltigen Konsum und unterstützt gleichzeitig Kinder und Jugendliche in ihrer kreativen Entwicklung“, so Karl
Konzert
FREITAG | 10.04.2026 | 19 UHR
LADISLAV PAZDERA: “CHIAROSCURO”
EIN VIRTUOSE AN DER GITARRE
Saitenzauber auf höchstem Niveau

Das Konzert findet im Kronacher Kunstverein, Siechenangerstraße 13, statt.
Der Eintritt ist frei. Spenden erbeten.
Der Gitarren-Virtuose Ladislav Pazdera ist zu Gast im Kronacher Kunstverein. Seine Musik besticht durch eine Kombination aus hoher technischer Versiertheit, Spielfreude und Musikalität, die keine Genregrenzen kennt.
Ladislav Pazdera hat sich ganz der Akustikgitarre verschrieben. Der 37-jährige Musiker lässt sich auf kein Genre festlegen, verwebt geschickt arabische Klangfarben, andalusische Stimmungen, die Leichtigkeit brasilianischer Musik sowie Jazz, beeindruckt durch subtile Ziselierungen und temperamentvolle Wendungen und erweist sich als eindringlicher Geschichtenerzähler. Dabei versteht er es meisterlich, seine Zuhörer zu fesseln.
Der Gitarren-Virtuose stellt u.a. sein Album „Chiaroscuro“ vor - und gleichzeitig sein beeindruckendes Können. Groß ist die Vielfalt an Klangfarben und Stimmungen. Faszinierend sein Spektrum virtuoser Fingerstyle-Technik. Außergewöhnlich: Pazdera verwendet eine Gitarre mit bundlosem Hals, was das Spiel mit Vierteltönen ermöglicht.
Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Musiker hat sich längst über Deutschlands Grenzen hinaus sein Publikum erobert. Etwa mit seinem 2019 erschienenen Duo-Album Meraki (mit der niederländischen Gitarristin Karlijn Langendijk), zu dem das Magazin Akustik Gitarre notierte: „Diese Produktion ist ein feines Stück zeitgenössischer Gitarrenkunst auf sehr hohem Niveau – tolle Musik für offenohrige Menschen.“ Hochkarätige Engagements etwa beim Symphonischen Orchester der Staatsoperette Dresden 2017 sind ein weiterer Beleg seines herausragenden Talents.
Ladislav Pazdera wurde 1989 in Pardubice (Tschechien) geboren. Zunächst lernte er Violine, dann Viola. Im Alter von 12 Jahren wechselte er zur Akustikgitarre. 2014 zog er nach Dresden, wo er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber studierte und derzeit lebt. Seine Konzerte führen ihn in viele europäische Länder und renommierte Clubs.
08.03. - 12.04.2026
JAKOB LIMMER / TOBIAS MOLITOR
OBJEKTKUNST, GRAFIK
VERNISSAGE: SONNTAG | 08.03.2026 | 11:00 UHR
FÜHRUNG: DONNERSTAG | 26.03.2026 | 18:00 UHR
Begrüßung: Sabine Raithel, KKV
Einführung: Karol Hurec, KKV
Musik: Bernd Schellhorn, Klavier
Neue Sichtweisen auf die Welt
In der Ausstellung präsentiert der Kronacher Kunstverein Arbeiten von zwei jungen, bereits mit Kunstpreisen ausgezeichneten Nachwuchskünstlern:
Jakob Limmer aus Leipzig und Tobias Molitor aus Berlin.
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Ein Aufeinandertreffen zweier bemerkenswerter junger Künstlerpersönlichkeiten

Tobias Molitor und Jakob Limmer

Jakob Limmer (*1988 in Bamberg) studierte Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Joachim Blank in der Klasse für Installation und Raum von 2016 bis 2020. In seinem Werk untersucht der in Leipzig lebende Künstler, wie Autorität und Struktur den Körper und sein Verhalten prägen sowie die subtilen Auswirkungen, die unter Einfluss von Widerstand und Transformation entstehen. Seine Arbeiten sind durch die Interaktion kontrastierender Materialwelten definiert: Weiches, taktiles Material trifft auf starre, unflexible Strukturen.
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Tobias Molitor (*1986 in Köln) ist ein multidisziplinärer Künstler und konzeptueller Siebdrucker. Er lebt und arbeitet in Berlin. In seinen Arbeiten untersucht er Alltagsprodukte sowie schnelllebige Konsumgüter und setzt sich mit der Rolle des Menschen im Konsumkreislauf auseinander. Seine Praxis ähnelt einem forschenden Ansatz, indem er Objekte dokumentiert, die er selbst benutzt hat oder die von Fremden an unterschiedlichen Orten zurückgelassen wurden.
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Nach den sehr erfolgreichen Werkschauen arrivierter und namhafter Größen der internationalen Kunstszene, stellt der Kronacher Kunstverein in seiner kommenden Ausstellung die Arbeiten zweier außergewöhnlicher Nachwuchstalente vor. Unter dem Titel „Druck & Zug“ wird das Schaffen des in Leipzig wirkenden Jakob Limmer sowie von Tobias Molitor aus Berlin präsentiert. Damit setzt der Kronacher Kunstverein seine Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen der Gegenwartskunst fort.




„Die neue Ausstellung versteht sich als Untersuchung postindustrieller Materialkulturen und zeitgenössischer Körperbilder. Sie lädt dazu ein, in einem Spannungsfeld von industrieller Struktur
und körperlicher Imagination Material nicht nur als Stoff, sondern als Bedeutungsträger zu begreifen“, erläutert Karol Hurec, der im Rahmen der Ausstellungseröffnung in das Werk der beiden jungen Künstler einführen wird.




Jakob Limmers Kunstobjekte bewegen sich mit präziser Form und materialbezogener Konsequenz
zwischen industrieller Struktur und körperlicher Imagination. In seinen Arbeiten treffen verchromte
Rohrsysteme auf silikonbasierte Formelemente - eine Konstellation, die gleichermaßen an technische Infrastruktur wie an organische Oberflächen erinnert.
Jakob Limmer, Jahrgang 1988, geboren in Bamberg, studierte Sounddesign an der Fachhochschule Salzburg und von 2016 bis 2020 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Klasse für Installation und Raum. Er ist Gewinner des Wettbewerbs “ART MATTERS-2024” der Galerie Biesenbach, Köln. Limmers Skulpturen und Installationen operieren mit Gegensätzen: Härte und Elastizität, Kälte und taktile Nähe, Konstruktion und Zerfließen. Dabei entstehen Gebilde, die sich zwischen funktionaler Anmutung und körperlicher Projektion verorten - als Schnittstelle zwischen Technik, Begehren und Verletzlichkeit. Das industriell konnotierte Chrom reflektiert den umgebenden Raum und bindet die Betrachter visuell ein, während das weiche, elastische Silikon Assoziationen von Haut oder Prothese evoziert.

Tobias Molitors vielschichtiges Werk unternimmt eine kritische Bestandsaufnahme unserer Alltagskultur und des globalen Konsumverhaltens. Seine Arbeit verbindet klassische grafische Techniken wie den Siebdruck mit konzeptueller Strenge und zeigt, wie banale Fundstücke aus dem täglichen Leben wie Plastiktüten oder Verpackungen mit ihren Gebrauchsspuren in künstlerische Reflexion überführt werden können.

Tobias Molitor, Jahrgang 1986, studierte am Central Saint Martins College of Art and Design in London und hat sich seither als multidisziplinärer Künstler etabliert. 2021 gewann Molitor eine Mexico City Artist Residency.
Mittels Siebdruck, serieller Reproduktion und weiteren dokumentarischen Verfahren öffnet Molitor
den Spannungsbogen zwischen dem Individuum und dem breiten kulturellen Kontext. Seine Arbeiten sind geprägt von einer sensiblen Wahrnehmung alltäglicher Objekte und deren visueller Transformation. Sie lassen Alltägliches als Spiegel gesellschaftlicher Strukturen erscheinen. Für Tobias Molitor ist die Ausstellung ein Begegnungsraum, in dem scheinbar triviale Erscheinungen des Konsums als Relikte einer beschleunigten Kultur der Warenzirkulation zu Zeugen einer kollektiven Identität werden.
Impressionen der Ausstellungseröffnung






26.04. - 31.05.2026
MARTIN FURTWÄNGLER
MALEREI
VERNISSAGE: SONNTAG, 26.04.2026, 11:00 UHR
FÜHRUNG: DONNERSTAG, 07.05.2026, 18:00 UHR
Ansichten eines Trotzigen
Der Maler, Grafiker und Buchkünstler Martin Furtwängler zeigt seine Sicht auf die Welt von morgen und schafft visionäre Zukunftsbilder. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt.
Martin Furtwängler wurde 1954 in Karlsruhe geboren. Er studierte ab 1972 u.a. an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg und ab 1975 an der Hochschule der Künste in Westberlin zunächst Produktdesign, später Malerei und freie Grafik. Ab 1983 war er Meisterschüler von Gerhard Bergmann.
1992 erhielt er den Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach. Typisch für Furtwängler: seine breiten Striche, freien Schwünge und die maximale Reduktion. Dabei oszilliert sein Ausdrucksspektrum zwischen grafisch-linear und dem intuitiven malerischen Prozess, der sich expressiv in großer Geste entlädt. Neben seinem malerischen und grafischen Oeuvre gehören auch originalgrafische Kunstbücher zu seinem Schaffen. Arbeiten von Martin Furtwängler befinden sich in den Sammlungen zahlreicher Museen und Bibliotheken.

Block Party, 2020 / 2022, Acryl auf Holz, 30,0 x 20,7 cm. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers





Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von Martin Furtwängler:
Der Künstler Martin Furtwängler und die Cranach-Stadt sind schon seit 35 Jahren miteinander verbunden. 1991 präsentierte der Künstler unter dem Titel „Bessere Bilder der Welt“ eine vielbeachtete Werkschau in der Galerie des Kronacher Kunstvereins. 1992 wurde Martin Furtwängler in Kronach für seine „Menschenbilder“ mit dem Lucas-Cranach-Preis für Malerei ausgezeichnet. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir 2026 wiederum eine handverlesene Auswahl aus dem aktuellen und überaus beeindruckenden Schaffen von Martin Furtwängler und seinen aktuellen Blick auf die ‚Welt von morgen‘ zeigen dürfen“, so die Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins, Sabine Raithel.

In der Werkschau im Kronacher Kunstverein zeigt Martin Furtwängler seine Sicht auf die Welt und schafft visionäre Zukunftsbilder. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt des Schaffens des Malers, Grafikers und Buchkünstlers. Schon in seinen frühen Arbeiten beschäftigt er sich mit dem inneren und äußeren Wesen, dem So-Sein und dem Da-Sein des Menschen - mit dem, was ihn ausmacht.



Der Künstler erfasst den Menschen in seinem gesamten Wesen und findet eine eigene Ausdrucksweise, die in ihrer kraftvollen Darstellung überzeugt. Darin liegt der Reiz seiner Werke. Schemenhaft, mit wenigen gekonnten Strichen, hält er dabei das Wesentliche des jeweiligen Moments fest. Seine Arbeiten wecken Assoziationen an Versatzstücke von Erinnerungen, Schnipsel aus Familienalben, längst Vergangenes aus der eigenen Biografie, das nur noch bruchstückhaft abrufbar ist und an Eindrücke aus dem alltäglichen Gewahrsein in einer sich stetig wandelnden Welt.


Beobachtend, kritisch, trotzig, unangepasst, politisch und immer wieder auch mit der nötigen Prise Humor. Es ist die berührende Tiefe, die das Werk von Martin Furtwängler ausmacht. Typisch: seine breiten Striche, freien Schwünge und die maximale Reduktion. Dabei oszilliert sein Ausdrucksspektrum zwischen grafisch-linear und dem intuitiven malerischen Prozess, der sich expressiv in großer Geste entlädt. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Skizzenhaftigkeit und schnellem Strich sowie verdichtender Übermalung, mit der er oft noch nach Jahren ein Bild ergänzt. So entstehen farbgewaltige, pastös aufgetragene Schichten und sich zigfach überlagernde Pinselstriche, aber auch minimalistisch zurückhaltende bis hin zu düster-monochrome Farbwelten.



Festlegen lässt sich Furtwängler, der gerne auch seriell arbeitet, jedoch nicht. Seine Bildwelten wechseln und wandeln sich ebenso wie Farbschemata und Darstellungsstile. Befragt nach seinen künstlerischen Vorbildern nennt er u.a. die Künstlergruppe Brücke mit Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl als stilprägend.



Martin Furtwängler wurde 1954 in Karlsruhe geboren. Er studierte ab 1972 u.a. an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg und ab 1975 an der Hochschule der Künste in Westberlin zunächst Produktdesign, später Malerei und freie Grafik. Ab 1983 war er Meisterschüler von Gerhard Bergmann. Der Schaffensbereich von Martin Furtwängler ist breit gefächert: Neben seinem großen malerischen und grafischen Oeuvre gehören auch seine originalgrafischen Kunstbücher zu seinem Schaffen.
Begleitend zur Ausstellung in Kronach gibt Martin Furtwängler ein Kunstbuch mit eingelegter Originalgrafik in kleiner Auflage heraus.


Impressionen der Ausstellungseröffnung


Musikalische Umrahmung | Bernd Schellhorn am Klavier
SENIORINNEN- UND SENIOREN-CAFÉ
KAFFEE, KUCHEN, KUNST
SONNTAG | 03.05.2026 | 15:00 UHR
Der Kronacher Kunstverein läd zusammen mit Kronach Creativ wieder zum Seniorinnen- und Senioren-Café ein. Die Veranstaltung ist Teil des Kulturpaten-Projektes „Kul-Tour“.
Gemütliches Beisammensein | Gute Gespräche
Gleichgesinnte treffen oder neue Menschen kennenlernen, dazu Kaffee, Kuchen und eine Einführung in die aktuelle Ausstellung mit Werken von Martin Furtwängler - das gibt es beim Seniorinnen- und Senioren-Café des Kronacher Kunstvereins.
Mitgliederversammlung
Donnerstag | 7. Mai 2026 | 19 Uhr
Ort: Galerie | Kronacher Kunstverein | Siechenangerstr. 13
Konzert
Jan-Peter Itze | Freitag | 22. Mai 2026 | 19 Uhr
Ort: Kronach, Siechenangerstraße 13
Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten.
Der in Schweden lebende Jazz-Pianist und Komponist Jan-Peter Itze hat sich dem Jazz verschrieben. Im Kronacher Kunstverein gibt er ein Live-Konzert - zum Zuhören und Mitspüren. Was entsteht, wenn nichts festgelegt ist - außer der Moment selbst? Mit seinem Solo-Klavierprogramm „Unscripted Conversations" lädt Jan-Peter Itze zu einem Konzerterlebnis ein, das sich der klassischen Form entzieht. Inspiriert von den improvisierten Konzerten Keith Jarretts entsteht Musik in Echtzeit: ungeplant, ungefiltert und unmittelbar. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das fertige Werk, sondern die Begegnung zwischen dem Künstler und seinem Publikum. Beide Seiten sind gleichermaßen Teil des Geschehens, ohne feste Dramaturgie und vorherbestimmte Richtung. Jeder Moment ist einmalig und vergeht genau so, wie er entsteht.

„In einer Zeit, in der Perfektion und Reproduzierbarkeit allgegenwärtig sind, setzt dieses Format auf das Gegenteil: auf das Unvorhersehbare, das Rohe, das Echte“, erläutert der Pianist sein Konzept. „Es geht nicht darum, einem ‚Act‘ zuzusehen, sondern sich bewusst auf eine Reise einzulassen, ohne zu wissen, wohin sie führt. ‚Unscripted Conversations' ist eine Einladung: zuzuhören, mitzuspüren und Teil eines lebendigen Austauschs zwischen Menschen zu werden.“
Der Komponist und Musiker Jan-Peter Itze, 1998 in Schweinfurt geboren, studierte Jazzpiano bei Tine Schneider und Bernhard Pichl, klassisches Klavier bei Armin Fuchs und Musiktheorie bei Almut Gatz an der Hochschule für Musik Würzburg. Aktuell studiert er Musikproduktion an der Königlichen Hochschule für Musik (KMH) in Stockholm. Jan-Peter Itze ist als Musiker und Produzent in verschiedenen Genres tätig. Er komponiert u.a. Musik für Filme und Videospiele. In seiner Musik mischen sich Einflüsse aus zeitgenössischem Jazz, elektronischer Musik, Pop und Filmmusik. Zu seinen Auszeichnungen gehört u.a. der 1. Preis beim Steinway & Sons Klavierwettbewerb. Er ist zudem Preisträger beim renommierten Burghausener Jazzpreis, sowie der Schweinfurter Kunstförderpreis.
Achtsame Kunstbetrachtung
Donnerstag | 28. Mai 2026 | 19 Uhr |
Galerie des Kronacher Kunstvereins in der Siechenangerstraße 13
Kunst aus einem anderen Blickwinkel betrachtet
Der Kronacher Kunstverein geht bei der Kunstvermittlung neue Wege. Achtsamkeit und Meditation sollen dabei helfen, zu entschleunigen, zu entspannen und Kunst bewusster wahrzunehmen.
Mit seiner Veranstaltungsreihe „Einen Moment Stille“ lädt der Kronacher Kunstverein dazu ein, durch das bewusste Betrachten von Kunst innerlich ruhiger zu werden. „Ähnlich wie Meditation kann schon die Atmosphäre einer Galerie und das Betrachten eines Kunstwerks dabei helfen, zu entschleunigen und aus gewohnten Seh-Mustern auszusteigen. Und dies kann dabei helfen, gesammelter und fokussierter zu sein“, erläutert Sabine Raithel, Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins und Achtsamkeitstrainerin. Für den Kronacher Kunstverein hat sie ein Programm zur „achtsamen Kunstbetrachtung“ entwickelt, das wesentliche Elemente des Achtsamkeitstrainings wie Meditation im Sitzen sowie die Kultivierung einer achtsamen, präsenten Haltung und einer freundlichen Selbstwahrnehmung beinhaltet.
„Zeitgemäße Erfahrungsräume wie eine Galerie können uns zum entspannten Beobachten zurückbringen. Vor einem Kunstwerk zu stehen, fördert unsere Fähigkeit still zu werden, um ganz ins Betrachten einzutauchen. Kunstbetrachtung kann eine wertvolle Gelegenheit sein, um aus dem Gedankenkarussel auszusteigen und in Kontakt mit dem Reichtum des jeweiligen Augenblicks zu kommen. Kunst und Künstler nähert man sich dabei auf eine intuitive Art und Weise."
Teilnehmende erleben die aktuelle Ausstellung des Kronacher Kunstvereins mit Arbeiten des Malers, Grafikers und Buchkünstlers Martin Furtwängler. Inhalte der „achtsamen Kunstbetrachtung“ sind geführte Meditationen, Entspannungsübungen sowie angeleitete Übungen zur Bildbetrachtung.
Atelierausstellung
UDO MÜLLER
„My private Sistine“
Stonepaintings
15. Mai bis 12. Juni 2026
Eröffnung der Ausstellung: Freitag | 15. Mai 2026 | 18 Uhr
Ort: Atelier des Künstlers | Valentin-Fischer-Straße 10 | 96328 Küps-Au
Begrüßung und Einführung: Sabine Raithel, KKV
Musik: Bernd Meusel, alias „Easy Springsteen“

Erstmals stellt der Kronacher Kunstverein einen Künstler und sein Werk nicht in der Galerie, sondern im Atelier des Künstlers vor. In Au bei Küps hat Udo Müller in einer stillgelegten Bäckerei einen außergewöhnlichen Kunsterlebnisraum geschaffen. Er nennt ihn „My private Sistine“, seine persönliche Sixtinische Kapelle. Hier zeigt er seine „Stonepaintings“: Wandobjekte mit Tiefgang und Tiefenschärfe, die aussehen wie gemalt, die er jedoch in Mosaiktechnik kreiert.
Öffnungszeiten der Atelier-Ausstellung in Küps-Au: 15. Mai bis 12. Juni 2026 | jeweils donnerstags und freitags | 15 bis 18 Uhr.

Die Kunst-Bäckerei in Au öffnet ihre Türen
In einer ehemaligen Bäckerei in Au bei Küps hat Udo Müller einen außergewöhnlichen Kunst-Erlebnisraum geschaffen. Hier zeigt er seine „Stonepaintings“: Bilder, die er in Mosaiktechnik aufwändig herstellt. Nun gibt es in Kooperation mit dem Kronacher Kunstverein eine erste Ausstellung.
Küps-Au. Es ist ein Raum, der staunen lässt, der berührt und der dazu einlädt, inne zu halten. Völlig unerwartet, mitten in dem kleinen Ort Au bei Küps. In einer ehemaligen Bäckerei hat der Künstler Udo Müller einen Raum geschaffen, der Kunst - abseits vom üblichen Galerie- oder Museumsbetrieb - erlebbar macht. Kunst, die ebenso ungewöhnlich ist wie der Ort, an dem sie gezeigt wird. „My private Sistine“, seine ganz persönliche Sixtinische Kapelle, nennt Udo Müller das neu entstandene Gesamtkunstwerk aus Raum und Objektkunst augenzwinkernd. Wandobjekt reiht sich hier an Wandobjekt und bildet ein funkelndes, farbintensives visuelles aber auch emotionales Erlebnis.

Tausende kleiner Fragmente - Fliesen, Spiegel, Glas, Naturstein oder auch Metall - fasst der Künstler in seinen Bildern zusammen. Dabei hat er über die Jahre seine Technik immer weiter verfeinert. „Mein Bestreben ist es, auf Basis von Mosaiktechnik Wandobjekte zu schaffen, die dem Eindruck eines gemalten Bildes zumindest sehr nahe kommen“, so Udo Müller. Das „Stonepainting“, das Malen mit Stein, wie er es entwickelt hat, erfordert ein Maximum an Geduld und handwerklichem Können. Udo Müller schneidet und knipst das Material in feinste Stückchen. Von jedem Farbton benötigt er eine Vielzahl an Abstufungen - denn anders als beim Malen kann er seine Farben nicht mischen, sondern muss Farbverläufe durch das Aneinanderreihen feinster Farbvarianten erzeugen. Wie bei einem Puzzle benötigt jedes kleine Teilchen ein passendes Gegenstück.
Dabei muss sich der Künstler immer wieder das große Ganze in Erinnerung rufen. Viele Wochen Arbeit sind notwendig, bis ein Bild dieser Komplexität fertig ist. Eine Arbeit, die ein geschultes künstlerisches Auge braucht, damit nicht nur einfach bunte Steinchen aneinander geklebt werden, sondern Bilder mit Tiefe, Tiefgang und Tiefenwirkung entstehen.
Die Arbeiten von Udo Müller bestechen nicht nur durch das handwerkliche Können, sondern auch durch die Botschaften, die sie transportieren. Es sind oft politische oder gesellschaftskritische Themen, die er aufgreift, die er in Metaphern oder Chiffren kleidet, indem er sich auf die Bildwelt
alter Mythologien bezieht. Ein häufiges Sujet in Udo Müllers Bildwelten ist Landschaft. Mit sensiblem Blick zeigt er das Schöne und Einzigartige. Hier werden seine farbintensiven Wandobjekte zu Liebeserklärungen an die Natur, an das Ursprüngliche und Ungebändigte. Es sind Impressionen, die er auf seinen Reisen rund um den Globus u.a. auf die Seychellen einfängt und detailverliebt in seinen Mosaiken festhält. Familiärerseits war dem Diplomkaufmann diese Art von Kunst nicht in die Wiege gelegt. Aber eine andere: Die Kunst des Backens. Udo Müller (71) ist zehnter Spross der über 250 Jahre alten Traditionsbäckerei „Traber Beck“ aus Au bei Küps. Doch bereits als Jugendlicher hat er zur bildenden Kunst gefunden. Während seiner Schulzeit und des Studiums der Betriebswirtschaft in München hält Udo Müller seine Gedanken in Romanen, in Zeichnungen, Aquarellen und mit Ölfarben fest.
Entstanden sind in dieser Zeit vor allem surrealistische Arbeiten. Komplexe, oft traum- und auch albtraumgleiche, mit hoher technischer Raffinesse und akribischer Genauigkeit realisierte Bildwelten, die er mit seinem Pseudonym „Udopia“ signiert. Ein Name, der gleichsam für die Welt steht, wie sie Udo Müller sieht.
Obwohl im Herzen immer ein Künstler, sieht sich Udo Müller der Familientradition verpflichtet. Er absolviert nach dem Studium eine Bäckerlehre, die er als Meister abschließt. 1986 übernimmt er den elterlichen Betrieb und bringt das Unternehmen „Traber Beck“ zur Blüte. „Auch hier habe ich mich kreativ ‚ausgetobt‘ - nur eben anders“, bekennt er augenzwinkernd.
Die Bäckerei hat Udo Müller mittlerweile aufgegeben. Da, wo früher kulinarischer Genuss ganz oben stand, gibt es nun Kunst-Genuss. Aus dem ehemaligen Ladenlokal hat er nun einen Kunst-Erlebnisraum geschaffen, der weithin einmalig ist: eine Kunst-Bäckerei.
In Zusammenarbeit mit dem Kronacher Kunstverein zeigt Udo Müller hier nun einen Ausschnitt aus seinem mehrere hundert Exemplare umfassenden Werk.
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Impressionen der Ausstellungseröffnung in Au





















