Siechenangerstraße 13 | Kronach

Literarische Matinée und Soirée - der Literaturzirkel im Kronacher Kunstverein

Literarische Matinée und Soirée

 

 Der Eintritt ist frei. Der Raum ist barrierefrei erreichbar.
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Nächste Termine:

Sonntag | 18. Oktober 2026 | 11 Uhr
Hans-Peter Müller: „Die Macht der Geographie“ von Tim Marshall.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, aktuelle Konflikte mit dem Blick auf die Landkarte besser zu verstehen und Marshalls Thesen gemeinsam zu diskutieren.

Weltpolitik mit der Landkarte lesen

Einblicke in die geopolitischen Hintergründe der großen Konflikte in der Welt liefert die Reihe Literarische Matinee im Kronacher Kunstverein. Vorgestellt wird das Buch „Die Macht der Geographie“ von Tim Marshall.

Russlands Krieg gegen die Ukraine zeigt bis heute, wie eng militärische Macht, territoriale Ansprüche und geografische Lage zusammenhängen. Die Kämpfe um Land, die Bedeutung der Schwarzmeerhäfen und die Debatte über Sicherheitsgarantien für die Ukraine berühren zentrale Fragen der Geopolitik. Auch im Herbst 2026 steht eine Friedensregelung aus. Vor diesem Hintergrund gewinnt Tim Marshalls 2015 erschienenes Buch „Die Macht der Geographie. Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt“ besondere Aktualität.

Schon im Vorwort richtet Marshall den Blick auf die Ukraine: Mit einem Blick auf die dort fehlenden Berge analysiert er Russlands historisch gewachsenes, subjektives Gefühl der Verwundbarkeit gegenüber Angriffen aus dem Westen. Seine zentrale These lautet: Berge, Ebenen, Flüsse und Meere prägen die Möglichkeiten politischer Führung. Hinzu kommen Klima, Bevölkerungsstruktur, kulturelle Räume und der Zugang zu Rohstoffen. Technik verändert diese Bedingungen, hebt sie aber nicht vollständig auf. Geografie erklärt dabei nicht alles; auch Menschen, Ideen und politische Entscheidungen bestimmen den Lauf der Geschichte. Erfahrungen als Reporter auf dem Balkan und in Afghanistan verdeutlichen, wie Gelände und Wetter selbst modernen Armeen Grenzen setzen.

In zehn Kapiteln führt das Buch durch Russland, China, die USA, Westeuropa, Afrika, den Nahen Osten, Indien und Pakistan, Korea und Japan, Lateinamerika sowie die Arktis. Karten und historische Beispiele machen verständlich, warum Seezugänge, natürliche Barrieren, Verkehrswege und Ressourcen politische Macht beeinflussen. Marshall untersucht die günstigen Voraussetzungen für den Aufstieg der USA, Chinas maritime Ambitionen und die Folgen kolonialer Grenzziehungen. Den Abschluss bildet die Arktis mit dem dortigen Wettbewerb um Rohstoffe und Einfluss. So verbindet das Buch Geschichte und Gegenwart zu einer anschaulichen Einführung in geopolitisches Denken.

Tim Marshall, Jahrgang 1959, ist ein britischer Journalist und Sachbuchautor mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der Auslandsberichterstattung. Er arbeitete für die BBC und den Rundfunk, später als diplomatischer Redakteur und Auslandskorrespondent bei Sky News. Er berichtete unter anderem über die Balkankriege sowie aus Afghanistan, dem Irak und Syrien. „Die Macht der Geographie“ wurde zum internationalen Bestseller und in 30 Sprachen übersetzt.



Literarische Soiree
Freitag | 30. Oktober 2026 | 19 Uhr

Wir freuen uns auf einen Abend mit „Herrn H.“.

Die Geschichte wurde von der deutsch-österreichischen Lyrikerin Ingeborg Gossel-Pacher (1937-2010) geschrieben. Dabei setzt sie sich spielerisch mit dem Thema Zeit auseinander und überrascht mit eindrucksvollen Bildern. Diese reichen von der Normalzeit über die Lebenszeit bis zur Lebensaufgabe. Rezitator ist Werner Gossel; die Zwischenmusiken werden von Querflöten - Regina Bußmann, Violoncello - Ulrike Maria Gossel und Schlagwerk - Vladimir Sigarev interpretiert. 



Sonntag | 15. November 2026 | 11 Uhr
Dorothea Elsel: „Tschudi“ von Miriam Kühsel-Hussaini



Sonntag | 
13. Dezember 2026 | 11 Uhr
Kerstin Löw: Daniel Kehlmann “Lichtspiel“



 Zu den Veranstaltungen, die immer kostenfrei sind, ergeht an alle interessierten Zuhörer und Buchvorsteller herzliche Einladung. Bei Interesse für eine Buchvorstellung oder für mehr Informationen bitte Kontakt aufnehmen mit: Kerstin Sperschneider


 

Rückblick 2026



Autorenlesung für Kinder und Erwachsene
Sonntag | 13. September 2026 | 11 Uhr
Die Coburger Autorin Karin Ellmer stellt ihr Kinderbuch „Nadira – ein Märchen" vor,

 
Die Coburger Autorin Karin Ellmer stellt ihr neues Kinderbuch „Nadira – ein Märchen" vor – eine Geschichte, die nicht nur kleine, sondern auch große Lesefreunde verzaubert! 

Nadira gerät beim Himbeerpflücken in ein Unwetter – und in die Gefangenschaft eines menschenscheuen Ungeheuers. Kann sie entkommen? Eine kleine Maus, große Vögel und die weise Frau Eule spielen dabei eine entscheidende Rolle! 

Im Anschluss werden die Werke der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kinder-Mal-Workshops präsentiert und prämiert.

Galerie des Kronacher Kunstvereins, Siechenangerstraße 13
Eintritt frei – alle großen und kleinen Lesefreunde sind herzlich eingeladen!


 (Programmänderung: Die Literarische Matinée mit Kerstin Sperschneider und dem Buch „Und Großvater atmete mit den Wellen“ von Trude Teige findet zu einem anderen Zeitpunkt statt.)

 



80.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e

  12. Juli 2026
Werner Löffler: „Torheit der Regierenden“ von Barbara Tuchman

Was Politik aus der Geschichte lernen kann

Werner Löffler stellte den politischen Klassiker „Die Torheit der Regierenden“ der Pulitzer-Preisträgerin Barbara Tuchman vor.

Barbara Tuchman untersucht die vielleicht faszinierendste Paradoxie der Geschichte: die Verwirklichung einer Politik, die dem Eigeninteresse der Regierenden entgegensteht. Sie führt den Leser an vier entscheidende Schauplätze. Der erste ist der Trojanische Krieg. Gegen göttliche Omen und Beschwörungen aus den eigenen Reihen handelnd, ziehen die Trojaner das Pferd in ihre Mauern und verurteilen sich selbst zum Untergang. Das hölzerne Pferd ist das Symbol eines Wahns, der heute existenzgefährdend geworden ist.

Die sechs Jahrzehnte päpstlicher Torheiten stellt sie im zweiten Abschnitt vor: Korruption, Amoral und Machthunger, die hochmütige Nichtachtung aller Proteste und Klagen, die zum Protestantismus und zu den Religionskriegen führten. Im dritten Kapitel erzählt sie, wie Georg III. und seine Regierung die Beziehungen zu den Siedlern in den amerikanischen Kolonien zerstörten. Die Verblendung der britischen Krone und ihrer Berater machte aus Untertanen Rebellen und besiegelte den Verlust eines Kontinents. Und schließlich analysiert sie Amerikas Verwicklung in Vietnam - von Franklin D. Roosevelts zögernder Unterstützung des französischen Kolonialismus in Indochina über die unsinnige Domino-Theorie bis zu Lyndon B. Johnsons törichtem Bestehen auf einem militärischen Sieg und der kaum verhüllten Niederlage der USA. Voller Zorn hat die weithin bekannte amerikanische Historikerin und zweifache Pulitzerpreisträgerin Barbara Tuchman (1912 - 1989) in ihrem Buch „Die Torheit der Regierenden“ ein eingängiges Thema angeschlagen.

In zahlreichen Variationen zieht sie es durch die ganze Menschheitsgeschichte von den mythischen Anfängen bis in die Gegenwart hinein. Unter Torheit versteht Barbara Tuchman "politisches Handeln wider dem eigenen Interesse“ wodurch Regierungen stürzten und Systeme untergingen - sozusagen eine Politik der Selbstzerstörung. Als Ursachen betrachtet sie sowohl systemische als auch kulturelle und psychologische Faktoren: Tyrannei und Gewaltherrschaft, Unfähigkeit, Planlosigkeit oder Dekadenz bei den Methoden politischer Führung; letztlich auch Selbstüberschätzung und Starrsinn oder Engstirnigkeit. Diese Faktoren können einzeln und gemeinsam zu einer Missregierung führen, die dem Eigeninteresse des jeweiligen Staates und seiner Bürger zuwiderlaufe, so Tuchman. In ihrem Buch belegt sie, dass diese Art von Torheit, die oft verhängnisvolle, ja katastrophale Folgen hatte und hat, nicht nur hier und da vorgekommen ist, sondern sich wie ein roter Faden durch alle Zeiten und alle Ländergeschichten hindurchzieht.

Werner Löffler, vormals Lehrer und in der Schulaufsicht tätig, stellt das Buch vor. „Das Buch ist erstmals 1984 und bis heute in mehreren Auflagen erschienen. Angesichts der politischen ‚Großwetterlage‘ ist es aktueller denn je“, so Werner Löffler. „Besonders fasziniert haben mich die Sprache, aber auch der Perspektivwechsel, zu dem die Autorin anregt.“




79.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e
 21. Juni 2026
Oda Gräbner: „Anatomie der Wolken“ von Lea Singer



Zwei der bedeutendsten deutschen Künstler verkörpern wie kaum jemand sonst die gesellschaftlichen Gegensätze, die zu ihrer Zeit aufeinandertrafen: Johann Wolfgang von Goethe und Caspar David Friedrich. Sie mochten sich nicht – und waren doch fasziniert voneinander. In ihrem Roman „Anatomie der Wolken“ schildert Lea Singer, wie sich die beiden begegneten, beschreibt ihre Lebensumstände, lässt eine längst vergangene Zeit äußerst lebendig wiederauferstehen und holt den Dichter und den Maler mit fein dosierter Ironie von ihren Denkmalsockeln.

„Keine Ahnung von Mythologie und klassischen Regeln, doch Wolken malen kann dieser Friedrich“, ereifert sich Geheimrat von Goethe über den jungen, wilden Romantiker Casa David Friedrich. Im Jahr 1810 begegnen sie sich erstmals: Goethe, berühmter Dichter und alterndes Universalgenie, und Friedrich, der Maler, der sich weder aufs Reden noch aufs Schreiben richtig versteht. Der eine ist diplomatischer Minister, der andere ein Habenichts ohne Manieren. Ein betuchter Frankfurter Großbürgersohn und ein Seifensiedersprößling aus Greifswald. Goethe ist auf dem Zenith seines Ruhms, während Friedrich mit allen Konventionen seiner Zeit bricht. Doch eines verbindet sie: Beide sind gebannt von den Wolken.

Die Autorin Lea Singer studierte Kunstgeschichte, Gesang, Musik- und Literaturwissenschaft und ist promovierte Kunsthistorikerin. Sie schreibt historische Romane sowie unter dem Namen Eva Gesine Baur Sachbücher, oft Biografien über Künstler. Sie wurde mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnet und lebt in München. „Anatomie der Wolken“ erschien erstmalig 2015.


Kerstin SperschneiderOda Gräbner

 



78.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e

 17. Mai 2026
Rainer Gräbner: „Die hässliche Herzogin“ von Lion Feuchtwanger

Zwischen Intrigen und Leidenschaft


Der Roman „Die häßliche Herzogin“ von Lion Feuchtwanger erscheint 1923. Der Autor lebt in dieser Zeit mit seiner Frau Marta in München. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs avanciert er zu einem der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Der histori-sche Roman gilt als eines der psychologisch und gesellschaftskritisch am besten ausgearbeiteten Bücher Feuchtwangers. Er erzählt die Geschichte der Tiroler Herzogin Marga-rete Maultasch, die sich vergeblich bemüht, die durch ihr entstelltes Äußeres hervorgerufene Ausgrenzung zu überwinden.

Margarete, Herzogin von Tirol, ist eine wichtige Figur auf dem Schachbrett der europäi-schen Geschichte. Sicher im Urteil und rasch im Handeln, zwingt sie selbst ihren Geg-nern Achtung ab. Doch ihre groteske Hässlichkeit macht sie zum Gespött der Leute. Auf grausame Weise versucht sie zu bekommen, was der Schönheit von selbst zufällt: Macht und Liebe. Margarete ist zwölf, als sie den zwei Jahre jüngeren Prinzen Johann von Böhmen ehelicht. Sie ist klug, sie beobachtet scharf und weiß ihren Verstand zu gebrauchen. Doch all ihr Bemühen ist vergeblich: Was man dem Kind noch mitleidig nachsieht - der erwachsenen Frau verzeiht man die Hässlichkeit nicht. Resigniert und vereinsamt ist ihr am Ende auch das Schicksal Tirols gleichgültig.

Das ausgehende Mittelalter mit seinen dynastischen Machtkämpfen, seinen Intrigen und Leidenschaften wird in diesem Roman lebendig. Das Buch bildet im Werk Feuchtwangers den Auftakt einer Reihe großer historischer Romane.




Buchcover

Dr. Kerstin Sperschneider begrüßt

Rainer Gräbner



77.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e

  12. April 2026
Dr. Peter Witton: „Warum die Welt nicht fair ist“ von Yuval Noah Harari

Eine abenteuerliche Geschichte der Menschheit

In der Reihe Literarische Matinee stellt Dr. Peter Witton das von Bestsellerautor Yuval Noah Harari verfasste Buch „Warum die Welt nicht fair ist“ vor.

Warum sind manche Leute reich und andere arm? Wie kam es, dass die Menschheit sich in Könige und Sklaven unterteilte, ein paar antike Nerds die Schrift erfanden und unsere Vorfahren den Göttern große Tempel bauten? Wieso gibt es Unterschiede zwischen Kasten, Hautfarben und Geschlechtern? Und was hat das alles damit zu tun, dass die Menschen sich vor zehntausend Jahren von Jägern und Sammlern zu Bauern entwickelten?

In seinem Buch „Warum die Welt nicht fair ist“ - Band 2 der „Unstoppable Us“-Reihe - schildert Bestsellerautor Yuval Noah Harari inspirierend und mitreißend die abenteuerliche Geschichte der Menschheit. Er erklärt, wie die landwirtschaftliche Revolution und die Sesshaftwerdung zur Entstehung von Ungleichheit, Eigentum und Hierarchien führten. Er schildert, wie sich die Ungleichheit zwischen den Menschen verstärkte, und zeigt, dass es möglich ist, solche Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Seine Kernaussage: „Die Geschichte hat uns im Griff – aber wir können gute gegen schlechte Geschichten aus-tauschen.“

Yuval Noah Harari wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Sein Weltbestseller "Eine kurze Geschichte der Menschheit" wurde in fast 40 Sprachen übersetzt. Mit seinem Buch „Warum die Welt nicht fair ist“, wendet sich der Erfolgsautor an ein jüngeres Publikum - zieht aber auch Erwachsene in seinen Bann.

 



76.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e

22. März 2026
Alexander Süß stellt vor:
„Das Buch der Fälscher (The Bookman’s Tale)“ von Charlie Lovett

Der Autor
Der US-amerikanische Autor Charlie Lovett wurde 1960 als Sohn eines Englisch Professors in Winston-Salem, North Carolina, geboren. Im Anschluss an seinen Highschool-Abschluss studierte er Theaterwissenschaft und führte ein Antiquariat in England. Aus dieser Zeit stammte seine Passion zum Sammeln von Büchern. Über seinen Lieblingsautor Lewis Carroll, bekannt von „Alice im Wunderland“, verfasste er fünf Bücher und unzählige Artikel, darüber hinaus hielt er sowohl in Amerika als auch in Europa in diversen Institutionen und Universitäten Vorträge über Lewis Carrol. Während er am Vermont College 1997 seinen MFA Abschluss in Kreativem Schreiben erwarb, schrieb Lovett sein Buch "Love, Ruth", das er seiner verstorbenen Mutter widmete, aber nie veröffentlichte. Heute ist er der Autor zweier Romane sowie zahlreicher Theaterstücke für Kinder und Jugendliche. Charlie Lovett lebt in Winston-Salem, N.C. Gerne verknüpft er in seinen Romanen Literaturgeschichte mit einer spannenden Story.

Das Buch
"Er wusste, hier hatte er etwas gefunden, das den restlichen Inhalt der Schatulle blass aussehen ließ. Falls dieser Text komplett war, könnte das genau die Art von Schatz sein, von dem er immer geträumt hatte." (Das Buch der Fälscher, S.105)

Es gibt in der Literaturwissenschaft seit dem 18. Jahrhundert Diskussionen um die Person William Shakespeares. Es geht dabei um die Frage, ob es die Person William Shakespeare wirklich gab, oder ob vielleicht jemand anderes die Werke des großen britischen Schriftstellers geschrieben hat. Als Urheber der Werke waren die Philosophen und Schriftsteller Francis Bacon und Christopher Marlowe sowie der britische Adelige Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, im Gespräch. Der Hintergrund für diese Debatten sind die mangelnden Beweise für das Schaffen und Leben des William Shakespeare und die niedrige Schulbildung, die er genossen haben soll.

Charlie Lovett wirft in seinem Roman „Das Buch der Fälscher“ eine in diesem Zusammenhang elementare Frage auf: Was wäre, wenn ein Schriftstück auftauchen würde, das Shakespeares Existenz und sein Schaffen zweifelsfrei belegen würde? Wie weit würde jemand gehen, um es zu bekommen?

Wie weit würde jemand gehen, um solch ein Dokument zu fälschen?
Peter Byerly, Buchhändler und Antiquar, findet durch Zufall in einem alten Buch über Shakespearefälschungen ein Aquarell mit dem Bild seiner vor neun Monaten verstorbenen Frau Amanda und sein Leben erhält plötzlich wieder einen Sinn. Wie kann das sein? Und was bedeuten die Initialen B.B.? Peter begibt sich auf Spurensuche, nichtsahnend, dass er bald vor der größten Sensation und dem "Heiligen Gral" der Literaturgeschichte steht. Denn die Hinweise führen ihn zu einem geheimnisvollen Werk des englischen Schriftstellers Robert Greene, das endlich die wahre Identität von Shakespeare beweisen könnte. Oder ist das Ganze doch eine Fälschung? Gemeinsam mit der Verlegerin Liz versucht er, dessen Echtheit zu belegen und gerät dabei in große Gefahr.
In seinem mitreißenden Roman erzählt Charlie Lovett in gleich drei Zeitebenen Peters Erlebnisse in der Gegenwart um 1995-96, Peter und Amandas berührende Liebesgeschichte von 1983-94 und die Vergangenheit ab 1592. Das Buch gibt interessante Einblicke in die Antiquariatswelt, die Buchbindekunst oder Buchfälschungen.

Lovett gelingt es, eines der größten Mysterien der Literatur mit einer faszinierenden Story und einer bewegenden Liebesgeschichte zu verbinden.






Literarische Soirée
 12. März 2026 | 19 Uhr
"Ein bisschen Marx und lieber Gott“ von Gunda Krüdener-Ackermann

Autorenlesung

- Eine Schule der Frauen in den siebziger Jahren -
- Das Sein bestimmt das Bewusstsein
 -
- Zwischen Flower Power und freier Liebe -


In dieser Autorenlesung wird von den Erlebnissen einer Tochter aus kleinbürgerlichem Hause in Ingolstadt erzählt, die in den 70er Jahren nach dem Abitur zur Universität nach Erlangen aufbricht, um dort zu studieren. Jung und neugierig, aber auch naiv, stolpert sie hinaus in die bunte Welt der siebziger Jahre. Ein humorvoller, aber auch nachdenklich stimmender Abend mit Musik und kleinen Leckereien der 70er Jahre! Die Nürnberger Autorin Gunda Krüdener-Ackermann stellt ihren Roman „Ein bisschen Marx und lieber Gott“ vor. Dabei blickt sie humorvoll auf die bewegte Zeit der 1970er Jahre.

Gunda Krüdener-Ackermann liest
 Sie blickte humorvoll auf die bewegte Zeit der 1970er Jahre.  

„Für ein Mädchen genügte Realschule. Ja, einen Beruf, den brauchte auch eine Frau. Aber es sollte etwas Solides, Handfestes sein: Schreibmaschine, Stenografie, Buchführung und nicht irgendwelche akademischen Wolkenkuckucksheime.“ Diese Meinung vertritt die Mutter der Ich-Erzählerin Gunda. Von den Erlebnissen der jungen Frau aus kleinbürgerlichem Hause in Ingolstadt, die in den 1970er Jahren nach dem Abitur zum Studium nach Erlangen aufbricht, erzählt der Roman „Ein bisschen Marx und lieber Gott“, den die Autorin Gunda Krüdener-Ackermann 2024 veröffentlicht hat. Jung, neugierig, aber auch naiv, stolpert sie darin hinaus in die bunte Welt im Nachhall der „68er-Bewegung“.

Neues Denken, Emanzipation, alternative Lebensformen, freie Liebe und Revolte - all dies könnte eigentlich ein gutes Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben als Frau sein. So scheint es zumindest. In ihrem Buch mit dem Untertitel "Eine Schule der Frauen in den siebziger Jahren" erzählt Gunda Krüdener-Ackermann mit viel Humor aus ihrem Leben im Nürnberg jener Zeit. Ein Buch voll fränkischen Lokalkolorits aber zugleich auch ein Stück Zeitgeschichte. Ob all das vermeintlich Revolutionäre und Fortschrittliche der 1970er Jahre letztlich gegen die Wirkmächtigkeit tradierter Rollenbilder bestehen konnte, davon wird die Autorin im Rahmen einer Lesung im Kronacher Kunstverein berichten.

Nach der Schulzeit als Flüchtlingskind in Ingolstadt studierte die gebürtige Hallenserin (Jahrgang 1954) Theologie, Romanistik, Germanistik und Geschichte an der Uni Erlangen-Nürnberg. Anschließend arbeitete sie als Gymnasiallehrerin für Deutsch und evangelische Religionslehre. Die mit mehreren Preisen ausgezeichnete Autorin veröffentlichte verschiedene Hörspiele u.a. über die Stadtgeschichte Nürnbergs, für die 1000-Jahr-Feier des Bistums Bamberg oder das Kinder-Audio-Programm von Hapag Lloyd. Nach wie vor schreibt Gunda Krüdener-Ackermann journalistische Beiträge aus den Bereichen Kultur, Kunst und Geschichte für verschiedene Magazine.



Die Autorin
Gunda Krüdener Ackermann wurde 1954 in Halle/Saale geboren. Nach der Schulzeit studierte sie Theologie, Romanistik, Germanistik und Geschichte. Im Anschluss arbeitete sie als Gymnasiallehrerin für die Fächer Deutsch und evangelische Religionslehre in Nürnberg. Sie veröffentlichte verschiedene mit Preisen ausgezeichnete Hörspiele u.a. über die Stadtgeschichte Nürnbergs, für das Bistum Bamberg oder für das Kinder-Audio-Programm von Hapag Lloyd. Bis heute schreibt sie populärwissenschaftliche Artikel aus den Bereichen Kultur, Kunst und Geschichte für verschiedene Print-Magazine. Im Sommer 2024 erschien ihr autobiografischer Roman „Ein bisschen Marx und lieber Gott“; ab dem 20. April erscheint im Herder-Verlag eine Aufsatzsammlung unter dem Titel „ Gefährliche Liebschaften“; mit sechs Beiträgen von Gunda Krüdener-Ackermann. Die Autorin ist verheiratet und hat drei Söhne.

Das Buch
„Für ein Mädchen genügte Realschule. Ja, einen Beruf, den brauchte auch eine Frau. Aber es sollte etwas Solides, Handfestes sein: Schreibmaschine, Stenografie, Buchführung, und nicht irgendwelche akademische Wolkenkuckucksheime.“

Diese Meinung vertritt die Mutter der Ich-Erzählerin Gunda vehement gegenüber deren Vater, der den Wunsch seiner Tochter nach einem Studium unterstützt. Von den Erlebnissen der Tochter aus kleinbürgerlichem Hause in Ingolstadt, die in den 70er Jahren nach dem Abitur zur Universität nach Erlangen aufbricht, um dort zu studieren, erzählt dieser Roman. Jung und neugierig, aber auch naiv, stolpert sie hinaus in die bunte Welt der siebziger Jahre.

Der Leser erfährt vom Leben in einer Wohngemeinschaft, den Eigenarten der Menschen, denen sie im Studium und privat begegnet, von den ersehnten, neu errungenen Freiheiten und den politischen Diskussionen dieser Zeit. Die Wahl eines Theologiestudiums kollidiert allerdings bald mit den linken, oft erstaunlich engen Gedanken und Lebensvorstellungen ihres neuen, vermeintlich avantgardistischen Freundeskreises.

Die Schlagwörter für ein fortschrittliches, selbstbestimmtes Leben wie linke Revolte, marxistisch- kommunistische Studentengruppen, Bildung, Emanzipation, Frauenpower, freie Liebe, alternative Lebensformen bestimmen die von der Autorin präzise dargestellte Atmosphäre der Zeit des politischen und gesellschaftlichen Aufbruchs und ihren studentischen Alltag.

Jedoch: „Manchmal reibt man sich die Augen, wenn man im Rückblick erkennt, wie sehr man doch Kind der jeweils aktuellen Zeitläufte war und immer noch ist.“ Am Ende zeigt sich, dass das Fortschrittliche der 70er Jahre kaum gegen die Wirkmächtigkeit tradierter Rollenbilder bestehen kann und eine wirkliche Frauenbefreiung beständig erkämpft werden muss.


Diese Zeitgeschichte eines Lebens ist flüssig und humorvoll geschrieben, macht nachdenklich und regt den Leser zum Denken an.

 



75.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e
   15. Februar 2026 | 11 Uhr

Autorenlesung

Die Autoren, das Ehepaar Bettina und Christian Kutschenreiter stellten ihr Buch „Gestatten: Biber“ vor. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer Biberfamilie.


Drei kleine Biber


Das Buch und der Vortrag zum Thema „Biber“ sind bildgewaltig, emotional und sprachen alle Aspekte dieses Tieres, im Guten wie im Schlechten, an. Die Lesung war verbunden mit einer Multivisions-Show.

Krystyna Hurec-Diaczyszyn stellt die Autoren vor

Bettina Kutschenreiter und Christian Kutschenreiter

 

 

Die Autoren
Bettina Kutschenreiter und Christian Kutschenreiter, beide 1974 geboren, entdeckten für sich die Naturfotografie vor 25 Jahren. Seit 2003 widmen sie sich speziell dem Thema Biber. Ihre Foto- und Filmarbeiten werden in Vorträgen gezeigt und in Zeitschriften, Magazinen, Büchern und im Fernsehen veröffentlicht.

Beruflich haben beide nichts mit Bibern zu tun; Christian Kutschenreiter ist Dipl. Ing. (FH) Elektrotechnik, seine Ehefrau Bettina Kutschenreiter Vermessungstechnikerin. Beide arbeiten in München und pendeln jeden Tag zwischen ihrer Heimat im Bayerischen Voralpengebiet und München hin und her. Gegen Abend gehen sie ihrer großen Leidenschaft „Biber“ nach und machen sich auf den Weg zu ihrer wild lebenden Biberfamilie, von denen einige Mitglieder sie schon sehnlichst mit lautstarkem und herzerweichendem Fiepen erwarten.
Es dauerte Jahre, bis sie von der anfangs scheuen Biberfamilie als ihresgleichen akzeptiert wurden. Wild lebend bedeutet, dass die Tiere frei und in absoluter Wildnis leben, nicht domestiziert sind, von der Hand aufgezogen wurden in einem Gehege oder gar in Gefangenschaft leben. Die Biber schenken den beiden Naturforschern volles Vertrauen und zeigen nach tausenden Stunden in der Gegenwart des Ehepaars ein völlig ungestörtes Familienleben und Sozialverhalten. Der tägliche Zeitaufwand der beiden Naturforscher schwankt zwischen ein bis vier Stunden; die Erfahrungen und Erlebnisse beziehen sich zu 95 % auf ihre Biberfamilie. Mit ihrem im September 2025 erschienen Buch, den Vorträgen und Veröffentlichungen haben sie sich zum Ziel gesetzt, interessierten Personen einen Einblick in das Leben der faszinierenden und erstaunlichen Biber zu geben, den „größten Landschaftsgestaltern unserer Heimat.“
„Wir sind unendlich stolz, „Biber ehrenhalber“ sein zu dürfen. Wie es überhaupt dazu kommen konnte und von unseren Erlebnissen mit den Bibern erzählt dieses Buch“. (Bettina und Christian Kutschenreiter)


Das Buch


Das Buch
Mutti, Frechdachs, Kuschel-Blubber, Eumel, Hasenpfote, Plüschi … - jedes Mitglied der Biberfamilie bekommt einen Namen, einen Spitznamen, je nachdem, welche Eigenschaften, Verhaltensweisen und Allüren es zeigt, passend zum vermuteten Geschlecht, dem Charakter und der Persönlichkeit. Im Verlauf der Geschichten und Beobachtungen im Buch erfährt der Leser, dass Biber ausgesprochene Indivdualisten sind - dreist, neugierig, frech, ängstlich, schüchtern, vorsichtig, schreckhaft. Sie schreien, fauchen, fiepen, blubbern, niesen, husten, haben Schluckauf und machen Pupsgeräusche.
Schon nach wenigen Seiten der Lektüre zieht es den Leser in dieses mit viel Feingefühl und Empathie geschriebene Buch hinein. Er nimmt u.a. teil am Alltag der Biber, ihrem Fressverhalten, ihrem Umgang mit den jungen und kranken Tieren, den Spielen, den Kontaktaufnahmen, dem Leben in den Biberburgen, aber er erfährt auch von den Feinden, von denen der Ärgste der Mensch ist. Biber, zugehörig zur Familie der Nagetiere, existieren in der heutigen Form seit über 15 Millionen Jahren; im 19.Jahrhundert waren sie bis auf wenige Exemplare an der Elbe deutschlandweit ausgerottet. Biber sind daher per nationalem und internationalem Recht eine streng geschützte Tierart. und standen auf der Roten Liste. Wer Biber stört, ihnen nachstellt, sie fängt oder tötet, illegal Biberdämme und Biberburgen ohne amtliche Genehmigung entfernt, kann strafrechtlich verfolgt werden. „Zerstört der Biber die Natur?“ Auch auf dieses Thema gehen die beiden Naturforscher ein und bieten Lösungsvorschläge für einen konfliktfreien Umgang mit Bibern an.


Die Besucherschar


Der Multivisionsvortrag
Der bebilderte Teil des Buches wird in dieser sehr speziellen Autorenlesung von Videos ergänzt; sehr bildgewaltig und teils sehr emotional werden alle Aspekte zum Thema Biber angesprochen, im Guten wie im Schlechten. Der Multivisionsvortrag ist keine Powerpoint Präsentation, sondern wird in seiner Einmaligkeit die Zuhörer und Zuschauer überraschen und begeistern.

Interessante Autorenlesung mit verblüffenden und warmherzigen Geschichten, die zeigen, was für faszinierende und erstaunliche Wesen Biber sind - und dass sie uns nicht nur ähnlicher sind, als wir denken, sondern auch, wie sehr wir Menschen auf die kleinen fleißigen Baumeister angewiesen sind. 


Begrüßung durch Sabine Raithel



drei Biber


Wir feierten die 75.Literarische Matinée.
Im Anschluss an die Lesung fand ein kulinarisches Bufett bei einem geselligen Zusammensein für alle, die im Verlauf der letzten Jahre mit großem Interesse diesen speziellen und beliebten Literaturzirkel besucht haben, statt.


  

74.  L i t e r a r i s c h e   M a t i n é e
25. Januar 2026
Ingrid Steinhäußer: „Wir müssen reden, bevor es zu spät ist“ von Yassir Eric

Ingrid Steinhäuser

"Wir müssen reden, bevor es zu spät ist" befindet Eric Yassir in seinem Buch über den Islam, Muslime und Christen - 
ein hochinteressantes Sachbuch zu einer aktuellen Thematik. 
Das Buch lädt zu einem regen Gedankenaustausch ein.

Das Interessante ist, dass Yassir ein konvertierter Muslim ist, der seit mehr als 20 Jahren als evangelischer Pfarrer tätig ist und sich um ein verständnisvolles Miteinander von Christen und Muslimen bemüht.


Der Autor
Yassir Eric, 1972 in al-Ubayyid im Sudan geboren, früher ein islamischer Extremist und ist seit mehr als 20 Jahren ein sudanesischer evangelischer Theologe, Leiter des Europäischen Institutes für Migration, Integration und Islamthemen an der Akademie für Weltmission (AWM) und Bischof der weltweiten Communio Messianica (CM ist eine internationale kirchliche Bewegung für Konvertiten). Er stammt aus einer muslimischen und politisch einflussreichen Familie im Sudan und wuchs nahe Khartum auf. Er besuchte ab dem Alter von acht Jahren eine Koranschule und wurde zusehends radikalisiert. Nach vielen Gefängnisaufenthalten bekam sein Leben mit 18 Jahren eine Wende, als er erlebte, wie durch Gebete christlicher Männer einer seiner Cousins Heilung erlebte, was ihn sehr beeindruckte. Das veranlasste ihn, zum christlichen Glauben zu konvertieren und sich taufen zu lassen, worauf er 1995 das Land verlassen musste, da er von seiner Familie verstoßen wurde. In Kenia studierte er evangelische Theologie, wo er auch seine spätere deutsche Frau Maren kennenlernte. Die Familie siedelte 1999 nach Deutschland über. Er studierte sowohl an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg Religionspädagogik, Missiologie an der Columbia International University in den USA; 2021 promovierte er an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Als Diakon arbeitete er in christlich-arabischen Migrantengemeinden in Baden-Württemberg und leitet seit 2013 leitet er das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamthemen und bietet auf Arabisch und Deutsch Seminare zur kulturellen und religiösen Verständigung an.

Mehrmals jährlich reist er in den Nahen Osten, um sich für Menschenrechte und die Glaubensfreiheit von Minderheiten einzusetzen. Als Migrant weiß er aus eigener Erfahrung: Sprachkurse allein reichen für eine gelungene Integration nicht aus. Als evangelischer Theologe möchte Yassir Eric ein Brückenbauer zwischen den Religionen und Kulturen sein. Dazu anregen, über Glauben und Werte zu sprechen, die uns wichtig sind. Auch als Messlatte für ein gelingendes Miteinander.

Das Buch
Das Thema »Radikaler Islam« rückt weltweit immer wieder verstärkt in den öffentlichen Fokus. Und auch hierzulande reißen die Nachrichten über religiös motivierte Gewalttaten nicht ab. „Wir müssen reden, bevor es zu spät ist“, sagt Yassir Eric mit Blick auf eine aus seiner Sicht dringend notwendige aber auch sachliche Islam-Debatte. Denn nur so könnten Islamismus und Extremismus bekämpft werden. Glaube per se sei kein Integrations-hindernis. Doch manchmal stünden religiöse Überzeugungen im Gegensatz zu den Werten der aufnehmenden Gesellschaft - und darüber müsse geredet werden, ist er überzeugt: „Alles Bemühen, damit Menschen in unserer Gesellschaft ankommen, ist nur Stückwerk, wenn wir nicht über Werte und Einstellungen ins Gespräch kommen, die eine Integration verhindern können.“ Das mitunter tödliche Verletzen von Menschen aus religiöser Überzeugung ist nicht zulässig wie andererseits auch, dass durch Taten einzelner Extremisten ein schädlicher Fremdenhass gegenüber Migranten oder Muslimen entsteht. „Doch auch die Aufnahmegesellschaft ist gefragt: Sie muss sich auf ihre Werte und Ideale besinnen, für sie einstehen und Integration aktiv gestalten. Denn nur wer selbst Orientierung hat, kann Orientierung geben“, ist Eric Yassar überzeugt.